IM ZEICHEN DER ZUCHT - NEUES AUS WICKRATH

Quo vadis, rheinische Pferdezucht?
Quo vadis, Rheinisches Pferdestammbuch?

Mögliche Antworten auf diese – und andere – Fragen gibt Jörg Zahn, Vorstandsvorsitzender des Rheinischen Pferdestammbuchs, in seiner monatlichen Kolumne.

Jörg Zahn

 

Unsere neu entworfene Wickrather Woche hat den ersten Tag hinter sich mit einem guten Auftakt am ersten Sonntag. Über den Rest der Woche berichten wir in der nächsten Ausgabe.

Fohlenchampionat

Wenn ich diese Zeilen schreibe, ist das Wickrather Fohlenchampionat wenige Stunden vorbei. Zuallererst ein dickes Dankeschön an die gesamte Mannschaft. Sonntagmorgen um 7 Uhr wurde die gesamte Veranstaltung aufgebaut. Abends um 19 Uhr sah man nichts mehr davon, dass wir diesen großartigen Tag dort hatten und es war wieder alles komplett abgebaut. Das funktioniert nur, wenn Haupt- und Ehrenamt so zusammenarbeiten.

Was im letzten Jahr als Pilotprojekt gestartet ist, kam dem Grundgedanken eines kleinen Lienens ein gutes Stück näher. Viele Sachen sind seit dem letzten Jahr verbessert worden und trotzdem gab einige Punkte, an denen wir für das kommende Jahr arbeiten wollen.

Wir hatten an diesem Sonntag optimales Schauwetter.
Die Qualität und Quantität der Fohlen war noch einmal deutlich besser als im vergangenen Jahr.
Unsere eingeladenen Richter waren sehr einheitlich in der Notenvergabe und haben die Siegerfohlen ehrlich und angenehm besprochen.

Das Fazit: ein sehr gut besuchtes Fohlenchampionat, sowohl von den Zuschauern als auch von Ausstellerseite mit knapp 120 Fohlen.

Und vor allem über alle Rassen ganz toll Fohlen, die herausstachen!

Fohlenschauen

Die regionalen Schauen im Land sind abgeschlossen. Bis auf einen Kreisverband haben sich alle zu gemeinsamen Standorten zusammengeschlossen. Diese Entscheidung hatte den Vorteil, dass trotz der immer geringeren Bereitschaft an einer Schau teilzunehmen, bei diesen Zusammenschlüssen ausreichende Nennungszahlen zu verzeichnen waren. Gerade in meinem Heimatkreis hat es mich gefreut, dass die Arbeit der Kreistierzuchtberater und ihren Kreispferdezuchtvereinen mit zwei schönen Schautagen belohnt wurde.

Weltmeisterschaft der Jungzüchter

Der Wettbewerb der Jungzüchter hat für unsere kleine Mannschaft (die Einzige mit nur drei Personen, also ohne Streichergebnis) hocherfreuliche Ergebnisse gebracht. Charlotte Annas und Leon Pferdmenges haben tolle Einzelplatzierungen erreicht.

Unsere Nachwuchsführungskraft in Wickrath, Yannick Pferdmenges, hat das Kunststück fertig gebracht, sowohl eine Einzelwertung als auch die Gesamtwertung für sich zu entscheiden.

Wir sind sehr stolz auf ihn und die gesamte Mannschaft!

 

Aachen

Das Weltfest der Pferde lässt auch mich Jahr für Jahr staunen. Diese Weiterentwicklung über Jahrzehnte verdient größten Respekt. Sensationeller Sport, tolle Organisation und perfekte Bedingungen für alle Sparten des Pferdesportes. Mich erfüllt es allerdings mit etwas Wehmut, wenn ich das CHIO Aachen verfolge. Für das Rheinische Pferdestammbuch sehe ich wenig, bis gar keinen Spielraum dort noch einmal so in Erscheinung zu treten, wie es in früheren Jahren der Fall war.
Aber auch das ist wahrscheinlich der übliche Gang der Zeit.

Die Fohlenschausaison läuft überall im Land an und auch die ersten Auktionen lassen einen Trend erkennen.

Wickrather Fohlenauktion
Die erste Auktion in diesem Jahr ist, wie im letzten Jahr, als Online Version abgehalten worden. Für die Aussteller ein mittlerweile gerne angenommenes Modell. Einmal das Fohlen für die Fotos und Videos vorgestellt, läuft der Rest virtuell ab. Wenn sonntags das Bidup läuft, sind die Züchter beim Abendessen und die Fohlen mit ihren Müttern Zuhause im Stall. Und auch ein Käufer kann, wo immer er gerade ist, das Geschehen online verfolgen. Trotzdem möchten wir die zweite Fohlenauktion in diesem Jahr als Präsenzveranstaltung während unserer Wickrather Woche abhalten. Es gilt abzuwarten, welche Variante sinnvoller ist.

Das Ergebnis der ersten Auktion ist im Nachhinein zufriedenstellend. Dies vor allem Dank Yannick Pferdmenges und dem gesamten Team. Auch, wenn wir im hochpreisigen Bereich keine Spitzen hatten, freut es mich, dass der Mittelmarkt ausgesprochen gut lief und auch die letzten Katalognummern ausnahmslos für unsere Züchter vermarkten werden konnten.

Wickrather Woche
Momentan dreht sich im Zentrum alles um die Vorbereitung der „Wickrather Woche“.
Wir möchten das im letzten Jahr gestartete Projekt weiter ausbauen und verbessern.

Am ersten Wochenende dreht sich alles um unser Fohlenchampionat - wie im letzten Jahr für alle Rassen. In der Woche geht es weiter mit den Sichtungen zum Bundeschampionat, erstmals als Turnier und nicht als interne Sichtung. Der folgende Samstag ist mit zentraler Stuteneintragung, Eliteschau und Fohlenauktion gespickt mit Höhepunkten.

Am abschließenden Sonntag richtet sich das Augenmerk auf das komplette Rassespektrum der Abteilung B.

Wir hoffen, dass für jeden etwas dabei ist, und möchten Sie alle recht herzlich im Pferdezentrum Schloss Wickrath begrüßen.

Der Wandel der Pferdewelt
In diesem Jahr merkt man, dass die Coronapandemie und auch der anhaltende Krieg in der Ukraine ihre Spuren im Pferdesektor hinterlassen haben.

Gestiegene Lebenshaltungskosten und eine unsichere Weltwirtschaftslage auf der Verbraucherseite, die eben auch zu unserer Kundschaft gehört, erschweren den Markt momentan enorm.

Auf der Züchterseite finden sich ebenfalls extrem gestiegene Kosten. Egal, ob es die Futter- und Düngemittel sind, Dienstleistungen und das tägliche Leben.
Man merkt, dass bei dem einen oder anderen ein Umdenken stattgefunden hat.

Interessanter Aspekt am Rande bei den professionell geführten Betrieben: Dort sind die Mitarbeiter der begrenzende Faktor. Viele große Betriebe würden gerne noch mehr machen oder haben Schwierigkeiten den laufenden Betrieb zu bewältigen, finden aber keine passenden Mitarbeiter für ihre Sparte.

Die Fohlensaison hat ihren Höhepunkt erreicht.
Alle sind wie immer auf den Jahrgang gespannt - ist er durchschnittlich oder außergewöhnlich ?
Diese Frage werden wir in den nächsten Wochen auf unseren Auktionen, Schauen und Championaten beantworten können. Die ersten Sichtungen waren versprechend, vor allem in Bezug auf unsere erste Auktion.

Der neue Landstallmeister
Dr. Felix Austermann ist seit Mitte März in Warendorf im Amt. Er ist für uns kein neues Gesicht, da er in seiner vorherigen Tätigkeit bei der Landwirtschaftskammer bereits mit dem Pferdestammbuch zusammengearbeitet hat. Seit Dr. Lehmann haben wir keinen obersten Vertreter aus Warendorf so oft im Rheinland gesehen wie ihn. Das beweist, dass er sein Amt ernst nimmt und die Zeichen der Zeit gut erkannt hat. In den letzten Wochen trifft man sich wöchentlich auf Veranstaltungen der Kreise und auch in Wickrath. Was wir von unserer Seite sagen können: So haben wir uns die Zusammenarbeit gewünscht.

Versammlungen und Tagungen
Das Frühjahr ist, wie jedes Jahr, geprägt von Jahreshauptversammlungen. Viele haben bereits stattgefunden, wie die des Bezirksverbands NRW im Hannoveraner Verband e.V.
Einige, wie auch die Versammlung des Rheinischen Pferdstammbuchs, folgen im Laufe des Jahres.
Viele Versammlungen wurden direkt für die Jahre 2020 und 21 gemeinsam abgehalten, da es im letzten Jahr, bedingt durch die Coronaschutzmaßnahmen, teilweise nicht möglich war sich zu versammeln.

Die Frage, die ich mir dabei jedes Mal stelle, und zwar ausnahmslos bei all diesen Versammlungen, egal ob im Haupt- oder Ehrenamt, im hiesigen Verein, auf Kreis- und Landesebene, sogar bei bundesweiten Sitzungen und Tagungen: Welche Mitglieder interessieren sich für die in der Form abgehalten Veranstaltungen und wie viele erreicht man dadurch wirklich? Ja, ich weiß, die Satzungen und Gremien geben es so vor. Ich glaube, dass wir aber nur die Mitglieder damit ansprechen, die sich auch sonst aktiv in Vereinen und Verbänden engagieren. Für einen Großteil der Mitglieder hat es keinerlei Bedeutung. Anders lassen sich die Teilnehmerzahlen, die nur einen Bruchteil der Gesamtzahlen widerspiegeln, nicht erklären.

Turniere im Wandel der Zeit
Alle freuen sich, dass der Turnierkalender wieder bunt und umfangreich geworden ist.
Was auffällt ist die Schere, die zwischen den professionellen Turnierveranstaltern und den kleineren Reitvereinen immer weiter aufgeht. Keine Frage, die Zeiten sind nicht einfach, aber es gibt tolle Beispiele von ländlichen Reitvereinen, die es geschafft haben Zuschauer, Sponsoren und Teilnehmer für sich zu begeistern. Gewiss, teilweise mit erheblichen Investitionen, oft aber einfach nur durch viele gute Ideen im Detail. Die größten Herausforderungen haben jene Veranstalter, die sagen „das haben wir schon immer so gemacht“,denn der Wandel der Gesellschaft macht auch vor dem Turniersport nicht Halt. Keiner fährt gerne zu Veranstaltungen, egal ob im Beruf oder in der Freizeit, um sich zu ärgern.

Der März war von Jugendförderung und Sichtung in allen Bereichen der Zwei- und Vierbeiner geprägt. Nach unserer Hauptkörung folgte ein geballtes Wochenende mit Turnier, Freispringchampionat und Jungzüchtertraining. Aber der Reihe nach.

Talentsichtung
Das Turnier wurde in Zusammenarbeit mit dem Pferdesportverband ziemlich kurzfristig auf die Beine gestellt. Das Ziel, Kindern im Alter unter 16 Jahren in den Bereichen Dressur und Springen etwas Starthilfe für die Saison zu geben, ist geglückt und für die Zukunft ausbaufähig. Das Schöne war, viele gut reitende Kinder mit Ponys und Pferden zu sehen.

Bundesweite Finale der Springponyhengste
Bereits zum zweiten Mal haben wir gemeinsam mit der FN diesen Freispringwettbewerb ausgerichtet und er wird sich hoffentlich in den nächsten Jahren bei uns etablieren. Besonders erfreulich war das Ergebnis bei den vierjährigen Springponyhengsten. Die vier Erstplatzierten sind alle im Rheinland aufgestellt. Ein bemerkenswerter Erfolg und Bestätigung unserer Versuche die Springponyzucht am Leben zu halten und zu fördern.

Jungzüchter
Im Rahmen des Freispringchampionats fand ein weiteres Jungzüchtertraing in diesem Jahr statt.
Der Termin war unter der Leitung von Alexander Thoenes gut besucht und zeigt, dass es sich lohnt den Nachwuchs an die Hand zu nehmen.

Wir werden auch weiterhin daran arbeiten die Gruppe der Nachwuchszüchter weiter auszubauen und auch mit Terminen außerhalb von Schloss Wickrath in den Regionen präsent zu sein.

Volontariat
Zu guter Letzt haben wir einen neuen Volontär in unserer Geschäftsstelle. Er stammt aus einer Pferdefamilie und möchte vor seinem Studium Erfahrungen sammeln. Es ist schön zu sehen, dass es junge Leute gibt, die sich interessieren, hilfsbereit sind und eine Menge Sachverstand mitbringen.

Der Veranstaltungskalender hat sich im Pferdezentrum gut gefüllt.
Nach fünf Turnieren und drei Hengstschauen bzw. Aufzeichnungen, kann man das so sagen.
Was wir aber auch ganz klar erkennen, ist, dass man mit einer so kleinen Mannschaft schnell an und über seine Grenzen kommt. Dies ist u.a. ein Grund dafür, dass der Fokus in diesem Jahr auch intensiv auf der Anlagenvermietung an Fremdverbände etc. liegt.

Wir konzentrieren uns auf die geplanten Zucht- und Vermarktungsveranstaltungen in Wickrath und in den Regionen des Rheinlands.

Sponsoren
Wir freuen uns in diesem Jahr Sponsoren gefunden zu haben, die sowohl das Pferdezentrum Schloss Wickrath als auch gezielt Veranstaltungen in größerem Umfang, als Partner begleiten.
Das Sponsoring ist ein Baustein, um unsere allgemeine Einnahmesituation zu verbessern.
Allerdings hat dies auch mit Zuversicht und Vertrauen in uns zu tun.
Wir haben viele Ideen. Ob sie sich alle, wie geplant, in die die Tat umsetzen lassen, hoffen wir, ohne es fest versprechen zu können. Wir freuen uns über jeden Förderer, den wir gewinnen können.

Kompetenzteam
Der Grundgedanke, mit kompetenten Leuten einzelne Themenbereiche fachlich besser abzudecken, ist in einigen Bereichen gut angelaufen. Ein Dank unserseits für dieses persönliche Engagement.

Clipmyhorse
Erfreulicherweise konnten wir die Partnerschaft mit Clipmyhorse.tv weiter ausbauen.
In diesem Jahr werden unsere eigenen Veranstaltungen dort ausgestrahlt.
Der Livestream kann auch über unsere Internetseite verfolgt werden.

Unsere drei Auktionen in diesem Jahr werden ebenfalls erneut mit diesem Dienstleister durchgeführt.

Seit einigen Wochen ist eine Permanentkamera in unserer Halle installiert, die auf Knopfdruck in der Halle filmen kann. Die Technik steckt noch in den Kinderschuhen, ist aber mit Sicherheit eine Bereicherung für die Zukunft und es freut uns sehr, dass wir als Standort ausgewählt wurden.
Die Einschaltquoten der Hengstschau im Februar waren höchst erfreulich. Über 6000 Zuschauer aus 22 Ländern haben unsere Schloss Wickrath Stallions verfolgt.

Körung
Unsere Hauptkörung fand dieses Jahr erstmals im Frühjahr statt. Über 60 Hengste und eine weitere Hengstschau mit ausgesuchten Reitponyhengsten haben drei schöne Tage gefüllt. Erfreulich war die Bandbreite über viele Rassen des Rheinischen Stammbuchs. Jeden Tag haben die Züchter und Aussteller einen passenden Rahmen für die Vorstellung ihrer Hengste geboten bekommen.

Über die Qualität des diesjährigen Körjahrgangs der Reitponys kann man diskutieren.
Wie diese Diskussion teilweise geführt wurde, war in meinen Augen unpassend und nicht schön.
Und mal wieder meine Frage: Bekommen die, die am lautesten schreien, immer Recht?

Hier einmal meine Sichtweise als Kommissionsmitglied: Ein gekörter Reitpony Hengst braucht einen Mindest-Notendurchschnitt von 7,0. Wenn man diese Regel sachlich und fair zugrunde legt, haben alle Reitponyhengste ihr positives Körurteil zurecht erhalten.  Über die Gesamtthematik und auch darüber, welche Hengste heutzutage noch in den Deckeinsatz gelangen sollten, lässt sich lange und breit diskutieren.

Aus Sicht des Züchters, der sich zukünftige Beschäler für seine Stuten aussucht, betrachte ich den diesjährigen Körjahrgang etwas anders.

Zuletzt möchte ich noch einmal auf den Termin der Körung eingehen. Ich habe die Hoffnung, dass wir in Zukunft einen Körtermin finden, der für alle Seiten akzeptabel ist.
Aber, um nicht als „einsamer Rufer in der Wüste“ dazustehen:
 Die letzten FN Sitzungen lassen eine erhebliche Verschiebung der Körtermine aller Verbände relativ zeitnah erwarten. Dabei geht es nicht um Wünsche, sondern um geltendes Tierschutzrecht.

Wie bereits angekündigt kam im neuen Jahr bisher keine Langeweile in Wickrath auf.
Trotz der mittlerweile gewohnten Coronaeinflüsse sind die ersten sechs Veranstaltungen reibungslos gelaufen.
Das macht Hoffnung auf mehr.

Hengstschau
Alle, die den 04.02. mitverfolgt haben, konnten merken, dass es den Beteiligten - damit meine ich unsere Zuschauer, Hengststationen, Moderator, Musiker, Filmteam, Technik und nicht zuletzt die Wickrather Mannschaft - unheimlich viel Freude bereitet hat diesen Freitagabend mitzugestalten.
Hier möchte ich einmal erzählen, wie aus den zarten Anfängen und Planungen dieses Events dieser schöne Abend wurde.

Kurz vor Weihnachten fanden erste konkreten Überlegungen statt, eine Hengstschau durchzuführen. Tag ein Tag aus war abzuwägen, ob man überhaupt etwas stattfinden lassen soll/darf.  Eventuell online ohne Zuschauer? Bekommt man genügend Stationen begeistert? Und was sagt überhaupt das Ordnungsamt?

Mitte Januar haben wir uns getraut eine Hengstschau mit Zuschauern zu planen.
Zu diesem Zeitpunkt hatten drei treue, rheinische Stationen ihr Kommen und die Teilnahme von ca.12 Hengsten fest zugesagt, egal wie wir die Schau planen.
Was dann in den kommenden zwei Wochen passierte, war ein Feuerwerk.

Wir konnten eines der besten Medien Teams Deutschlands -bestehend aus Clipmyhorse, Volker Raulf, Markus Hinzke und Frank Westerkamp - buchen.
Ausnahmslos alle rheinischen Stationen sagten mit ihren Hengsten zu.
Es standen über 50 Hengste von 16 Stationen im Katalog.
Es wurde noch schnell ein Stallzelt aufgebaut, weil die hohen Anmeldezahlen unsere Boxenkapazitäten sprengten. Eine Woche vor der Hengstschau startete der Kartenverkauf und innerhalb von zwei Tagen waren unsere 350 Karten ausverkauft.

Der lange, aber kurzweilige Abend hat uns für all die Arbeit, den Schweiß und die Nachtschichten in den vorherigen Wochen entschädigt und ich glaube wir konnten Wickrath in einem Licht erscheinen lassen, wie es sich für eine solche Anlage gehört.

Ein Wehmutstropfen blieb: Wir hatten - abgesehen von den Reitponys - leider bis auf zwei Ausnahmen keine Teilnehmer unserer Abteilung B. Auch zu dieser Veranstaltung haben wir versucht das gesamte Spektrum des Stutbuchs einzuladen und abzubilden.
Der vielfach geäußerte Ruf, sich auch um all die anderen Rassen zu kümmern verhallte.
Die Ausreden von den wenigen, die überhaupt Regung zeigten, waren aus meiner Sicht oftmals fadenscheinig.

Turniere
Die Spring- und Dressur-Turniersaison ist bereits angelaufen und bis März haben hoffentlich alle in Wickrath geplanten Sportveranstaltungen stattgefunden. Was man aber jetzt schon sagen kann: Die Nachfrage ist erfreulich hoch!
Leider teilweise auch zu hoch.

Auch hier mal ein kleiner Einblick: Man veröffentlicht die Ausschreibung wenige Tage vor Nennungsaufgang. Ab 19 Uhr darf genannt werden, um 19:02 sind 50% der Prüfungen komplett ausgebucht. Weitere fünf Minuten später bekommt man lediglich in ganz wenigen Prüfungen überhaupt noch einen Startplatz.

Jetzt lässt sich lange über die Startplatzbegrenzung diskutieren. Wahrscheinlich bleiben viele Amateure und Jugendliche, die mit dem Online-Nennsystem etwas überfordert sind, auf der Strecke, doch gerade in diesem Bereich wäre es schön, wenn all Diejenigen reiten können, die in den letzten beiden Jahren zu kurz gekommen sind.

Aber jetzt auch einmal aus Veranstaltersicht:
So ein Turniertag ist zeitlich begrenzt. Man möchte ihn möglichst interessant gestalten und verschiedenste Klassen abdecken.
Wenn man im mittleren Bereich auf eine Begrenzung verzichtet, könnte man mit jeweils einer Prüfung A,L und M insgesamt locker 12 Stunden Turnier machen. Aber wollen wir das wirklich?

Fernsehbeiträge, Körungen und ihre Nachwehen

Wir alle, die mit Pferden leben und arbeiten, wissen, dass es sich um Lebewesen handelt und sich vieles nicht nach einem festen Schema vorhersehen lässt.
Geburt und Leben, Freud und Leid, Erfolg und Misserfolg gehören dazu.
Und alle, die leistungsorientiert mit ihren Pferden arbeiten, kennen das.

Auch das Timing auf den „großen Tag“ hinzuarbeiten, kann sehr individuell aussehen und von großen Championaten bis hin zur Führzügelklasse variieren. Oder aber von der Fohlenschau bis zur Körung oder Elitestutenschau gehen.
Die Liste ist beliebig erweiterbar und in allen Bereichen des Arbeitens mit Pferden anzuwenden.

Aber was ist erlaubt in Pferdesport- und Zucht?

Ja, man darf und sollte Pferde arbeiten, ausbilden und erziehen.
Ja, man darf und sollte Pferde tierärztlich behandeln, wenn es nötig ist.
Und ja, man darf und sollte auch darüber sprechen können, wie man es macht.

Ich sehe gerade eine ähnliche Problematik wie im Radsport auf uns zu kommen.
Die Außendarstellung könnte für den gesamten Pferdesektor momentan nicht ungünstiger sein.
Die Frage an alle Beteiligten ist: Wollen wir agieren oder reagieren?

Es ist an der Zeit, gemeinsam Spielregeln aufzustellen mit allen Rechten und Pflichten.

Das neue Jahr ist gerade angelaufen und, wie vorhergesehen, sind unsere Termine immer nur von Woche zu Woche planbar. Was man mit dem Begriff „Auf Sicht fahren“, welchen man seit vielen Monaten hört, treffend bezeichnen kann.

Veranstaltungen
Alles, was von uns in diesem Frühjahr geplant wurde, steht auf dem Prüfstand.
Die Politik und das Ordnungsamt allen voran, geben uns einen sehr begrenzten Spielraum für alle vorhergesehen Termine. Was wir aber ganz deutlich trotz dieser Tatsache mitbekommen, ist der Wunsch nach Veranstaltungen.
Die Nachfrage nach Hengstschauen, Zucht- und Turnierveranstaltungen ist enorm groß. Sowohl von Aussteller-, aber auch von Teilnehmer- und Zuschauerseite.
Alle möchten wieder etwas unternehmen.
Wir geben unser Bestes, um es in Wickrath möglich zu machen.

Mut zu mehr Verantwortung

Als Züchter, aber auch als jemand, der selbst aus dem Sport kommt und Vater von reitenden Kindern ist, macht man sich Gedanken über die Zukunft in der Pferdewelt.

Eigentlich wissen alle, wie zukunftsorientierte Zuchtevents und auch Turniere aussehen müssen oder wie sie gestaltet sein sollten.
Nur warum findet man solche Veranstaltungen nicht flächendeckend?

Für mich ist eine Hauptursache das fehlende „über den Tellerrand Schauen“, das „Verändern von jahrzehntealten Strukturen“.
Mit der Zeit zu gehen fällt vielen Vereinen und Verbänden schwer.
Ein Grund sind die persönlichen Befindlichkeiten, ein anderer die fehlenden Visionen.

Würde man mehr gemeinsame Nenner finden, gäbe es in ganz vielen Bereichen enorme Möglichkeiten, Kräfte frei zu setzen.
Das funktioniert aber nur, wenn sich die Beteiligten selbst nicht zu wichtig nehmen.

Die Frage darf nicht heißen „was bekomme ich?“ sondern „wie kann ich helfen?“.
Das habe ich schon früh in meinem Leben von einer Frau (und ihrer Familie) gelernt, die später die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt wurde.

Meine persönliche Erfahrung ist, dass man nur mit den Leuten die Sache nach vorne bringt, die auch helfen wollen. Mit Besserwissern und Personen, die immer nur fordern und nicht geben, kann man keinen Krieg gewinnen.
Das fängt bei Reitern und Züchtern an und geht über Reit- und Zuchtvereine und deren Kreisorganisationen, Landesverbände und bis zur Bundesebene weiter und gilt ebenso für Funktionäre - sei es im Ehren- oder Hauptamt.

Ich habe auf einem Jugendturnier im Ausland die Granddame der rheinischen Parcourschefs persönlich kennengelernt. Wie diese Frau mit dazugehörigem Team dieses Turnier geleitet hat!
Vom Veranstalter, Nachwuchsparcoursbauer, Richter, Helfer bis zum Teilnehmer – alles fachkompetent, bestimmt, hilfsbereit, humorvoll und vor Allem: nicht von oben herab.

Diese Menschen gibt es überall und sie machen unsere Pferdewelt besser und bunter.

 Ehrenamt

Es fehlt meiner Meinung nach ehrenamtliches Engagement an allen Ecken und Kanten im Land.

Es gibt, wie immer im Leben, viele Ideen und Kritikpunkte, aber nur wenige, die wirklich etwas ändern möchten.
Haben die, die am Lautesten ihre Vorteile einfordern immer Recht oder gibt es sie doch noch, die Helfer, die nicht immer von allen gesehen werden und trotzdem ganz viel leisten?!
Ehrliche Hilfsbereitschaft und Solidarität wird immer weniger.
Vielleicht sollte sich jeder von uns einmal überlegen, an welcher Stelle man gerade steht.

Corona ein Dauerthema

Wir alle erleben gerade die vierte Welle und Omikron ist ein weiterer Baustein der Corvid-19 Pandemie. Nur was hilft es - wir wollen uns trotz aller widrigen Begleitumstände mit Vernunft diesem ewigen Thema stellen das kommende Jahr planen.

Termine

Wir haben alle Termine, die auch in diesem Heft einzusehen sind, erstmal mit Optimismus geplant. Mit dem Wissen, dass wahrscheinlich nicht alles so stattfinden wird wie wir es uns vorgestellt haben, möchte Wickrath vorangehen und nicht jetzt schon voreilig Veranstaltungen absagen oder nicht terminieren.

Den Dezember schließt ein Weihnachtsspringturnier und eine erste größere Jungzüchterschulung im Pferdezentrum.

Danach geht die Geschäftsstelle in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub. Im neuen Jahr stehen dann alle wieder hochmotiviert zur Verfügung. Für die ersten Monate des Jahres stehen Hengstschauen, Turniere, das Freispringchampionat und natürlich unsere erste Hauptkörung im Frühjahr auf dem Kalender.

Ebenfalls sind zwei bundesweite FN Veranstaltungen im Springpony- und eventuell Fjordbereich in Wickrath geplant.

Kaltblut

Unsere gemeinsame NRW Kaltblutkörung war eine schöne Veranstaltung, bei der alle Beteiligten an einem Strang gezogen haben.

Ebenfalls konnte auf der Sichtung zur Bundeskaltblutschau unser Kontingent in Wickrath nominiert werden.

Wie alle mitbekommen haben, ist die grüne Woche in Berlin abgesagt worden und damit einhergehend auch die Bundeskaltblutschau.

Das Pferdezentrum Schloss Wickrath hatte sich für die Übernahme der Bundeskaltblutschau im Frühjahr angeboten, weil wir den Züchtern einen zeitnahen Ersatz bieten wollten, da doch viele auf die grüne Woche hingearbeitet hatten, also die Pferde in Ausbildung gegeben haben und auch manche Stuten deshalb nicht belegt wurden. Das ist jetzt alles hinfällig, da im FN Gremium aller deutscher Zuchtverbände eine bundesweite Schau im Oktober in München mehrheitlich bevorzugt wird.

Impfen im Großen und Speziellen

Die Diskussionen über eine einheitliche Impflicht beschäftigt uns nicht nur im täglichen Leben.
Jeder mag sich eigenes Bild machen, ob sinnvoll oder nicht, möchte man allerdings am „normalen Leben“ teilnehmen, ist sie wahrscheinlich nicht umgänglich.
So ist ebenfalls in der Pferdewelt wieder eine Diskussion zur Herpesimpfpflicht aufgekommen.

Zu diesem Thema hatte ich seinerzeit hier schon einmal geschrieben. Fakt wird aber sein, dass in den kommenden Jahren, je nach Verfügbarkeit der Impfstoffe, eine Pflicht zur Impfung bei Turnierpferden kommt. Wie weit es sich bei Zuchtveranstaltungen durchsetzt, bleibt abzuwarten. Allerdings sollte heute schon jeder Betrieb die Kosten und Nutzen dieser sinnvollen Impfung abschätzen. In geschlossenen Beständen mag man eine Ausnahme machen können.

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und das möchte ich zum Anlass nehmen, um einen Rückblick zu werfen und einmal Bilanz zu ziehen.

In der ersten Jahreshälfte hatte die Covid Pandemie uns alle - auch das Pferdezentrum - fest im Griff.

Alles, was in den ersten Monaten des Jahres geplant war, hing immer bis zum Ende am seidenen Faden.

Egal, ob die Wickrath Dressage Serie, die Körung, das Freispringchampionat, geplante Hengstschauen, die Stutenleistungsprüfungen, das Trainingsspringen oder die Fohlenauktionen mit deren Auswahlterminen bei uns in Wickrath.
Aber auch Kreisversammlungen, Kreisschauen und der Amateurreitsport im Lande waren schwer betroffen.

Entweder waren sie generell untersagt oder sie mussten aufgrund von Behördenerlassen mit Hygienekonzepten und Ablaufplänen supergenau geplant werden.
Und trotz all der Arbeit gab es kurz vorher in vielen Fällen große Zitterpartien, die manchmal in einer Absage oder Verschiebung endeten.

Jeder, der selbst veranstaltet hat, kann nachvollziehen welches Wechselbad der Gefühle wir teilweise täglich erlebt haben. Die spannendsten Tage waren immer die an denen eine neue Coronaschutzverordnung veröffentlicht wurde.

Allen, die sich über Zuschauerverbote und Maskenpflicht bei unseren Veranstaltungen sowie über die Anwesenheitsnachweise und Coronatestpflicht beschwert oder aber Unverständnis uns entgegengebracht haben, wenn eine Veranstaltung nicht so durchgeführt werden konnte wie man es ursprünglich geplant hatte, möchte ich an dieser Stelle sagen: Gerne selber einmal Veranstaltungen durchführen und Verantwortung übernehmen, dann sieht man die Welt wahrscheinlich ein wenig anders.

Das erste Halbjahr war auch die erste Bewährungsprobe für das neu zusammen gestellte Team.
Hier möchte ich noch einmal hervorheben, dass vieles nicht immer einfach war und trotz allem die Ziele immer erreicht und nie aus den Augen verloren wurden.

In den Sommermonaten entspannte sich die Lage etwas, dennoch blieben viele Auflagen weiterhin bestehen.

Das Stuten- und Fohlenchampionat in neuem Gewand war, trotz aller Kinderkrankheiten, der Jahreshöhepunkt, auch wenn die Flutkatastrophe wenige Tage vorher ein Wehmutstropfen gewesen ist, der bis heute anhält.

Im ganzen Land gab es jetzt auch wieder Schauen und Turniere, sodass der persönliche Kontakt nach und nach intensiver wurde.

Unsere in den Herbst verlegte Jahreshauptversammlung ergab eine nochmalige Verjüngung der Vorstände des Bezirksverbandes und des Stammbuches. Die ersten Schritte sind getan und der weitere Weg ist klar im Blick.

Auch hier möchte ich einmal anmerken, dass mühselig ist darüber zu philosophieren was in der Vergangenheit nicht optimal gelaufen ist.
Viel wichtiger ist es in meinen Augen die Weichen für eine gesicherte Zukunft zu stellen.

Aber ohne Frage, Corona war für vieles der Beschleuniger - im Positiven wie im Negativen.

Es gilt das Beste daraus zu machen, denn manche Sachen, die sich aus dieser Pandemie entwickelt haben, deuten auch an in welche Richtung unsere Zukunft steuert, ob wir wollen oder nicht.

Die gemeinsame NRW Kaltblutkörung bildet neben einigen Turnieren und Lehrgängen den Jahresabschluss.

An dieser Stelle möchte ich die gute Zusammenarbeit mit den Kaltblutzüchtern und ihren westfälischen Kollegen hervorheben. Hier wird vieles aus tiefer Passion und großer Gemeinschaft bewältigt.

Zum Schluss bedanke ich mich von ganzem Herzen bei der gesamten Wickrather Mannschaft und den rheinischen Züchtern für die spannende, intensive und gute Zusammenarbeit im letzten Jahr.

Die Herbst und Winterzeit bricht an, wie jedes Jahr mit Vorfreude auf die bevorstehenden Körungen und die weitere Hallensaison.

Auf die Veränderungen im Körsystem sind wir in den vorherigen Ausgaben ja bereits eingegangen. Für uns steht im November die NRW Kaltblutkörung und unsere „kleine“ Körung  für alle weiteren Rassen an. Danach erstmals im kommenden März die eigentliche Hauptkörung für die Ponyrassen.

Jahreshauptversammlungen
In diesem Jahr fanden erstmals die beiden Jahreshauptversammlungen des Rheinischen Pferdestammbuchs und des Hannoveraner Bezirksverbands NRW nacheinander in unserem Zuhause Schloss Wickrath im Nassauer Stall statt.
Der Grundgedanke die Kosten für einen Tagungsraum zu senken und unseren Züchtern Wickrath wieder etwas näher zu bringen scheint aufgegangen zu sein.
Beide Versammlungen waren den Umständen entsprechend gut gefüllt, allerdings weit weg von den Besetzungen früherer Jahre.

Wahlen
Die Wahlen waren alle einstimmig, die neugewählten und bestätigen Vorstände erwarten spannende Zeiten, aber die Truppe scheint gut gerüstet und ist sich der Aufgabe bewusst. Theo Leuchten wurde zum Ehrenvorsitzenden des Stammbuchs ernannt.
Mit meinen 45 Jahren bin ich beinahe der Alterpräsident, das spricht für unsere gesamte „junge“ Mannschaft, ob Haupt- oder Ehrenamt. Nach jetzigem Kenntnisstand einmalig in Deutschland.

Finanzen
Das Thema Finanzen war auch diesem Jahr nicht der glanzvollste Teil der Veranstaltung.
Vor zwei Jahren noch sechsstellig ist auch im letzten Jahr wieder ein hoher fünfstelliger Fehlbetrag ausgewiesen. Dieses Jahr wird erfreulicher enden, aber eines möchte ich Allen mit auf den Weg geben: Von einem Verband wird vieles als selbstverständlich erwartet, aber wie immer im Leben kann man nur das leisten was man sich auch erlauben kann.

Kompetenzteam
Was wir an diesem Tag angeregt haben und mir ein ehrliches Anliegen ist, ist unsere Idee eines Kompetenzteams Wickrath bei dem wir viele unserer Mitglieder in ihrem persönlichen „Spezialgebiet“ ins Netzwerk Wickrath aufnehmen möchten. Es soll die Ergänzung zwischen Vorstand und Basis für alle Belange in Wickrath sein. Wir hoffen auf Ihre Anregung und Hilfe.

Veranstaltungszentrum
Ein weiterer Baustein damit wir unsere Anlage dauerhaft betreiben können ist die Auslastung des Zentrums Wickrath mit Veranstaltungen aller Art.
Meine Vision von einem „klein“ Peelbergen ist vielleicht etwas vermessen, deutet aber in unsere Zukunft. Wenn es uns gelingt die Anlage in ihren fantastischen Möglichkeiten zu nutzen, wird das wahrscheinlich der Schlüssel zum Erfolg werden.
Was mir persönlich sehr gut tat, war das Bekenntnis vom Hannoveraner Präsidenten Hinni Lührs Behnke zu Wickrath anlässlich der Versammlung.
Meine feste Überzeugung ist das aus kleinen Anfängen große Dinge entstehen können.

Herwart von der Decken Schau 2021

Am Montag den 23.08.2021 fand die jährliche Herwart von der Decken Schau des Hannoveraner Verbands in Verden statt. Besonderheit dieses Jahr war, dass die Schau in das große sportliche Event, die WM der jungen Dressurpferde integriert wurde. Für jeden Züchter also wieder ein riesiger Erfolg an einer der wohl bedeutendsten Stutenschauen Deutschlands teilnehmen zu dürfen.

Aus dem Rheinland konnten auch wieder acht Stuten auf der zentralen Eintragung im Juli eine Nominierung erhalten. Erfreulicherweise konnten auch alle erfolgreich in Verden teilnehmen, wobei Rubinja Salentina sogar den Endring erreichen konnte.

Folgende Stuten präsentierten sich:

Valpolicella W (Z.u.B.: ZG Werth)

Frederike P (Z.u.B.: Heinz Walter Pferdmenges)

FS Florida (Z.: Heinrich und Nicole Heußen; B.: Josef und Christiane Wilbers)

Veluwe (Z.: ZG Wencek; B.: Rhenania Pferde GmbH)

Secret Love JJ (Z.u.B.: Janina Janssen)

Rubinja Salentina (Z.u.B.: Ellen Möllemann)

Soraya R.B. (Z.u.B.: Roger Ballmann)

Bella Moon (Z.u.B.: Tobias Schult)

Wir gratulieren allen Züchtern zu den tollen Erfolgen auf der Schau in Verden!

Reine Freude

Ein ganz besonderer Erfolg muss ebenfalls erwähnt werden. Anlässlich des Familienwettbewerbs der Herwart von der Decken Schau, konnten drei Töchter der Reinen Freude den Sieg mit ins Rheinland bringen. Dies zeigt die Qualität der Stutenstämme unserer Züchter, worauf wir sehr stolz sein können. Wir gratulieren der gesamten Familie Schult aus Hünxe zu diesem besonderen Erfolg und wissen sehr zu schätzen welch ein Aufwand hinter dieser Leistung steckt!

Reise durch die Kreispferdezuchtvereine

Auch die meisten Jahreshauptversammlungen unserer Kreise konnten nun nach längeren Verzögerungen abgehalten werden. Es war uns ein Anliegen auf allen Veranstaltungen vertreten zu sein, denn dort besteht für uns eine sehr gute Austauschmöglichkeit mit den Züchtern, welche die wichtigste Instanz eines Zuchtverbandes bilden. Hervorheben möchten wir, dass auf allen Versammlungen sehr konstruktive Diskussionen über viele Themen geführt wurden. Wir wünschen uns, dass wir darauf in Zukunft aufbauen können. Wenn wir zusammenarbeiten und das Vertrauen der Züchter bekommen ist eine ideale Grundlage geschaffen, damit unser Team sich weiterentwickeln und neue Ideen umsetzen kann.

Wir hoffen auf noch zahlreichere Teilnahmen in den nächsten Jahren und freuen uns bereits auf die nächsten Veranstaltungen und Gespräche.

Stutenleistungsprüfung Wickrath

Am 09.09.2021 konnte erneut die Stutenleistungsprüfung in Wickrath stattfinden. Erfreulicherweise war es bereits das zweite mal in diesem Jahr, bei dem wir erneut ein Starterfeld von 30 Stuten erreichen konnten und kaum Ausfälle zu verbuchen hatten. Viele Stuten die bereits zuvor auf der Eintragung gesehen wurden und auch neue Bewerberinnen um die Hannoveraner Prämienanwartschaft sowie Stuten aus anderen Zuchtgebieten konnten erfolgreich durch die Kommission geprüft werden. Besonders hervorzuheben sind die Stuten Dream for Gold (Z.:  Raimund Vorwerk; B.: Michelle Fröhlich) und De Bella Mia (Z.: Tobias Schult; B.: Dhana Eller), welche Ihre Prüfung mit Bestergebnissen ablegen konnten. Insgesamt war es doch auffallend und sehr erfreulich, dass viele der Stuten sich nun Ihrer Aufgabe in der Zucht widmen werden und uns somit in den nächsten Jahren Ihre Nachkommen präsentieren werden. Allen Züchtern weiterhin viel Erfolg und alles Gute mit Ihren Pferden in Zucht und Sport!

Veranstaltungen

Wir möchten nochmal darauf hinweisen, dass umliegende Reitvereine und alle weiteren Interessenten aus verschiedensten Sparten, die von Ihrem Event im Schlosspark Wickrath träumen, herzlich eingeladen sind das Gespräch mit uns zu suchen und sich ihren Platz Terminkalender für 2022 zu sichern.

Großevents in und um Wickrath

Nachdem die Inzidenzwerte im Juni/ Juli ordentlich gesunken sind, wollten wir mit dem ersten Großevent nach knapp 1,5 Jahren einen Paukenschlag setzen.

Da das LVM Championat in Lienen auch in diesem Jahr abgesagt werden musste, riefen wir das 1. NRW Stuten- und Fohlenchampionat ins Leben, an dem alle 3- und 4-jährigen Stuten aus NRW sowie Fohlen nach Zulassung teilnehmen konnten.

Bei bestem Wetter durften wir also am 17. und 18.07. insgesamt über 200 Stuten und Fohlen in Wickrath begrüßen. Die Qualität der 3- und 4-Jährigen war überragend und auch wenn wir für das kommende Jahr einige Hausaufgaben mitgenommen haben, sind wir doch sehr glücklich dieses Event durchgeführt zu haben.

Keine Woche später war Team Wickrath dann in Neuss anzutreffen – bei der Equitana Open Air.
Der ursprünglich für Wickrath angedachte Kleinpferdetag wurde kurzerhand auf die Neusser Galopprennbahn verlegt und auf drei Tage verteilt.

Ein riesengroßes Lob geht an unsere Züchter, die mit viel Begeisterung und Herzblut Schaubilder auf die Beine stellten, die ihre eigenen Rassen präsentierten und Werbung für die Zucht machten!
In der nächsten Ausgabe dürfen wir uns auf einen entsprechenden bebilderten Nachbericht freuen.

Digitale Zukunftsmusik

Corona hat den Prozess in der Pferdezucht mit Sicherheit noch einmal beschleunigt, aber dass der Austausch von Informationen immer digitaler wird, war bereits klar.

Der Umwelt zuliebe und um unsere Ressourcen bestmöglich einzusetzen, informieren wir mittlerweile zu 90% über unsere Homepage, per E-Mail und über die Social Media Kanäle.

Die verbleibenden 10% sind Informationen, die noch postalisch auf den Weg gebracht werden.
Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, ist es sicherlich für den ein oder anderen eine Umstellung ab sofort im www zu schauen und vergebens auf einen Brief zu warten.
Dennoch ist das Feedback sehr gut und die Kommunikation mit Züchtern und Zuchtinteressierten wird immer einfacher. Näher dran, schnell und flexibel sind die Möglichkeiten, die wir durch die Digitalisierung haben. Daher – sofern Sie dies noch nicht tun – werfen Sie regelmäßig einen Blick auf unsere Homepage pferdezucht-rheinland.de und abonnieren Sie das Rheinische Pferdestammbuch e.V. auf Facebook und Instagram.

Was bringt der Herbst?

Die zweite Jahreshälfte hat schon lange begonnen und nach der Schausaison geht es ähnlich ereignisreich weiter. Am 20.09. begrüßen wir alle Mitglieder des BZV NRW und des Rheinischen Pferdestammbuchs zur Jahreshauptversammlung erstmals „Zuhause“. Es geht in die Tagungsräume des Nassauer Stalls, direkt gegenüber unserer Geschäftsstelle.

Von da an füllen Lehrgänge und Turniere den Veranstaltungskalender in Wickrath sowie die zweite Nachkörung & NRW Kaltblutkörung im November.

Weiterhin sind wir für Disziplinen und Events jeglicher Art offen und freuen uns ebenfalls über Veranstaltungsideen unserer Mitglieder und Sportler.

Resümee der Schausaison

Mit der Schau des Kreispferdezuchtvereins Kleve haben wir nun bereits die letzte Kreisschau für dieses Jahr erfolgreich hinter uns gebracht. Wir erlebten viele tolle Stuten und Fohlen der ganzen Bandbreite der vom Rheinischen Pferdestammbuch e.V. betreuten Pferderassen. Besonders gefreut haben uns die jeweils hohen Teilnehmerzahlen und, dass zuletzt auch wieder Zuschauer dabei sein konnten. Ich denke, dass ich im Namen aller sprechen und sagen kann, wie sehr es uns gefreut hat, die Interessierten der Pferdezucht wieder zahlreich auf unseren Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

Rassevielfalt im Fokus

Wir sind bestrebt, die Rassevielfalt der von uns betreuten Pferderassen zukünftig noch mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Ein wichtiger und richtiger Schritt waren hierbei die ersten Rheinischen Kleinpferdetage, die wir in das Programm der Equitana Open Air einflechten konnten. Das Engagement und der Einsatz unserer Züchter ihre Rassen zu bewerben und unseren Verband somit zu repräsentieren, hat uns wirklich begeistert. Projekte derart werden definitiv wiederholt. Auch in Zukunft gilt, dass wir offen für Vorschläge sind und uns immer über die Ideen unserer Mitglieder und Züchter freuen.

Neue Zuchtbücher nehmen Fahrt auf

 Aufgrund der hohen Nachfrage war es mir ein Anliegen bereits Anfang des Jahres neue Zuchtbücher zu eröffnen. Nicht nur für die Rassen „Speed Racking Horse“ und „Paso Iberoamerikano“, sondern auch für „Kleine Deutsche Reitpferde“, „Palominos“, „Deutsche Tigerschecken“, „Kleine Deutsche Ponys“, „Barock-Reitpferde“ und „Deutsche Falben“ wurden mittlerweile Zuchtbücher eröffnen und die ersten Fohlen registriert.
Wir scheuen uns nicht davor, in der Zukunft Zuchtbücher für weitere Rassen zu eröffnen. Voraussetzung für die erfolgreiche Eröffnung eines Zuchtbuches ist natürlich eine ausreichende Anzahl von Züchtern mit registrierten Zuchtpferden und jährlich geborenen Fohlen dahintersteht.

Ich denke, mit unserem neuen Team sind wir auf einem sehr guten Weg, die Zuchtarbeit des Rheinischen Pferdestammbuches e.V., kontinuierlich zu verbessern und blicke daher sehr positiv in die Zukunft.

Der Veranstaltungskalender füllt sich von Woche zu Woche und endlich können wir vermehrt mit unseren Mitgliedern und Züchtern in realen Kontakt treten. Das macht viele Sachen wieder einfacher und auch schöner. Ich ziehe den Hut vor allen Leuten, die momentan Veranstaltungen durchführen, denn sie sind meist doch noch nicht so einfach umzusetzen wie viele glauben.

 Online Auktion

Die erste Fohlenauktion in diesem Jahr hat unsere Erwartungen übertroffen! Wenn auch, wie immer, die Stimmen laut werden, dass alles nicht reell ist, kann ich stolz sagen, dass das komplette Auktionslot so abgerechnet worden ist wie es in den Verkaufslisten steht.
Alles ohne Schmuh und Geschichten! Das Spitzenfohlen mit über dreizigtausend Euro und ein Durchschnittspreis von über 9500 Euro hat die Züchter und unser Team bestätigt auf die Online-Version zu setzen - vielleicht auch ein Fingerzeig für die Zukunft.
Viele Fohlen gingen in Spitzenhände, es waren Olympiasieger und Weltmeister aus den Sparten Dressur und Springen auf der Käuferliste sowie renommierte Hengststationen und Aufzüchter.

Was mich besonders freut, ist die Tatsache, dass nicht nur im Spitzenbereich gute Nachfrage bestand, sondern auch im unteren Bereich ehrlich vermarktet wurde.
Lediglich zwei Fohlen konnten nicht verkauft werden, allerdings nicht, weil es keine Gebote gab, sie haben lediglich den gewünschten
Mindestpreis nicht erreicht.
Vorrangig Yannick Pferdmenges, aber auch die gesamte Mannschaft haben hier hervorragend gearbeitet. Sie haben die Feuertaufe bestanden.

Die weiteren Sichtungen für die kommende Fohlenauktion sind bereits angelaufen und, so wie es momentan aussieht, dürfen wir uns auf die nächste gute und spannende Auktion freuen.

Schattendasein Springponys

Die Erfolge der letzten  Monate und auch Jahre geben den Züchtern von vielseitig veranlagten Ponys durchaus recht.

Wir brauchen sie und es gibt auch Nachfrage und entsprechende Preise. Im internationalen Vergleich muss sich die deutsche und auch die rheinische Zucht vor Augen halten, dass aus dem kleinen Pool von Zuchtprodukten nur ein ganz geringer Bruchteil wirklich im großen Sport ankommt.
Man sollte sich auch die Frage stellen, wenn man die springenden Ponys aus Frankreich, England und Irland anschaut, ob der Selektionsweg von Schauen, Körungen und Bundeschampionaten wirklich diese außergewöhnlichen Ponys hervorbringt.
Ich glaube, dass wir 3 Arten von Springponys brauchen.
Vorrangig das Modell „guter Kumpel“. Das gilt im Spring- und Vielseitigkeitsbereich, aber auch in der Dressur. Rittigkeit und Charakter sind hier viel entscheidender als Vermögen und Qualität.

Dann die gut springenden Ponys für den nationalen Bereich bis M und zu guter Letzt für den Spitzensport Ponys mit Großpferdeblut oder eben zu klein gebliebene Warmblüter, die eine große Galoppade haben und auch das Vermögen, um im 1,35 m Parcours souverän zu bestehen.

 Kolumne

 In dieser Ausgabe möchte ich auch nochmal auf diese, im letzten Herbst entstandene Kolumne eingehen.

Alle, die mich etwas besser kennen, wissen, dass ich nicht jeden Monat mit Foto und Text in unserer RRP stehen muss.
Es ist mir mit dieser Seite ein Anliegen regelmäßig über das Geschehene so zu berichten, dass das ganze Rheinland etwas intensiver als in der Vergangenheit über den Zuchtverband informiert wird.
Nun bin ich aber nur ein Sprachrohr aus Wickrath und in Zukunft wird reihum das ganze Team die eigene Sicht der Dinge und auf unserer Webseite kundtun.

So werden Sie, liebe Leser, weiterhin die neusten Gedanken monatlich erhalten, allerdings deutlich weniger von mir als dann in Zukunft von meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Pferdezentrum Wickrath.

Wir öffnen unser Zentrum zu Trainingszwecken

Nachdem jetzt wieder drei der vier Außenplätze des Zentrums genutzt werden können, möchten wir allen Interessierten die Chance geben, wieder unter turnierähnlichen Bedingungen zu trainieren.

Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben haben wir ein entsprechendes Modell für die Disziplinen Dressur und Springen entwickelt.

Ein großes Problem ist, dass nach wie vor Amateure und Jugendliche nicht an Turnieren teilnehmen dürfen, der Termin für das Bundeschampionat in Warendorf allerdings steht.

Nur wie sollen alle „Nichtprofis“ ihre jungen Pferde und Ponys für das Championat qualifizieren, geschweige denn Turniere zur Vorbereitung nutzen. Deshalb werden wir, beginnend im Mai, Trainingsturniere abhalten, auf denen sich unsere Mitglieder und deren Pferde und Ponys zu vergünstigten Gebühren auf die kommende Saison vorbereiten können.

Fohlenauktion

Die Kollektion für die erste Online Fohlenauktion steht. Unser Team hat interessante frühgeborene Youngster für alle Käuferschichten und -sparten gesichtet. Für die zweite Auktion besteht die Hoffnung diese als Präsenzveranstaltung durchzuführen .

Bei den Gesprächen der ersten beiden Auswahltermine ist mir ein interessantes Detail aufgefallen, zu dem ich meine Gedanken anmerken möchte. Jeder Züchter sieht in seinem Fohlen die Zukunft. Mal kritischer, mal weniger kritisch. Bei den Preisvorstellungen ist der Mindestpreis immer für jeden Aussteller der doppelte Boden, aber was hilft es?

Es gibt Begehrlichkeiten und einen Marktwert. Ist das Fohlen in den Augen der potenziellen Auktionskäufer wirklich das erhoffte Wunschfohlen, werden es diese Kunden auch erkennen und den Marktpreis bezahlen wollen. Falls nicht, muss sich der Aussteller fragen warum das eigene Fohlen den gewünschte Mindestbetrag nicht erreicht hat.

Stutenleistungsprüfung

Sehr erfreulich war das Nennungsergebnis von mehr als 35 Stuten, darunter befanden sich auch zehn junge Stuten der Abteilung B.

Die Resonanz des neu gewählten Termins im Mai gibt uns Recht nicht zu früh im Jahr eine solche Prüfung anzubieten. Aber auch hier gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten. Für die zweite Prüfung im Herbst werden wir ein Warm Up anbieten, damit die Aussteller, die ihre Stuten nicht in professioneller Ausbildung haben, die Möglichkeit bekommen ihre meist noch sehr unerfahrenen Schützlinge noch besser und gezielter auf diesen Tag vorbereiten zu können.

Stuten- und Fohlenschauen

Erste Signale aus den Regionen lassen erwarten, dass leider nicht jede Kreisschau wie geplant stattfinden wird. Deshalb steht in Wickrath unser Konzept, dass alle Stuten und Fohlen, die nicht regional aufgenommen werden können, bei den Terminen im Pferdezentrum Wickrath auf jeden Fall antreten dürfen.

Immer informiert

Ein Grund dieser nun monatlich erscheinenden Kolumne ist mein persönliches Anliegen unsere Mitglieder auf dem Laufenden zu halten was in unserem Verband passiert. Wenn man die Berichterstattung zeitnah verfolgen möchte, empfehle ich unsere Homepage, auf der die Zuchtthemen des Rheinischen Pferdestammbuchs zeitnah veröffentlicht werden.

Mittlerweile hat uns die dritte Welle der Covid Pandemie fest im Griff. Planungen, die heute noch sinnvoll erscheinen, sind kurze Zeit später wieder komplett hinfällig. Mit viel Optimismus und Durchhaltevermögen konnten wir fast alle Veranstaltungen im April durchführen, einzig die Hengstschau machte Ende April keinen Sinn mehr nachzuholen.

Das Dressurturnier Schloss Wickrath Dressage war erneut gute Werbung für den Standort Wickrath. Viele Spitzenreiter waren vor Ort und fühlten sich gut aufgehoben.

Das NRW Freispringchampionat und das bundesweite Finale der Springponyhengste konnte unter erheblichen Coronaauflagen glücklicherweise durchgeführt werden.

Auch wurde im nunmehr dritten Anlauf unsere Körung der Abteilung B endlich abgehalten.

Alle Veranstaltungen waren leider, wie immer, nur ohne Zuschauer möglich, allerdings dank Rimondo und Clipmyhorse.tv für alle von Zuhause aus mitzuverfolgen.

Fohlensaison

Die Fohlensaison ist gestartet und alle sind gespannt was der Jahrgang bietet. Alle Vorbereitungen und die Sichtung für unsere beiden Fohlenauktionen, sowie die Fohlenbörse sind in vollem Gange. Unser engagiertes Team ist im Land unterwegs und die Resonanz ist wirklich positiv. Scheuen Sie sich nicht den Kontakt mit Yannick Pferdmenges und Alexander Thoenes zu suchen, beide sind hochmotiviert für unsere Züchter da. Es macht Spaß ihre Arbeit mitzuverfolgen.

Schaustandorte

Was sich in den letzten Wochen und Monaten bereits abgezeichnet hat ist nun offiziell.

Die Kreise Kleve und Wesel werden ab dem nächsten Jahr eine gemeinsame „Niederrhein Schau“ ausrichten sowie weiter südlich werden der Verbund Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Kreis-Neuss und Viersen-Krefeld in diesem Jahr mit der „Fohlenschau mittlerer Niederrhein“ ihr Pilotprojekt starten.

Damit haben wir neben der Euregio Schau in Aachen und der gemeinsamen Schau der drei oberbergischen Kreise nun 4 Standorte im Rheinland, die sich für die Zukunft positioniert haben und auf denen wir noch hoffentlich lange unsere Zuchtprodukte vorstellen können.

Über diesen Entscheidungen schwingt auch etwas Wehmut mit. Die Schau in Goch-Heidhausen, aber auch die in Hünxe und vormals Birten, waren absolute Jahreshöhepunkte für mich, mit vielen unvergessenen Erinnerungen an fast vier Jahrzehnte Schauwesen. Doch freue ich mich auch über die neu entstandenen Schauplätze. Die Aussteller haben in Zukunft die Aussicht wieder in größeren Konkurrenzen zu starten und auch die Bedeutung von Selektion, bei den zu erwartenden Teilnehmerzahlen bekommt wieder einen anderen Stellenwert als zuletzt.

Nachwuchsförderung

Was mir in den letzten Jahren Sorge bereitet ist das Nachwuchsproblem im Bereich der Pferdezucht und des Sports. Den demographischen und Strukturwandel kann leider keiner aufhalten und Corona ist sogar der Beschleuniger. Die Jungzüchterarbeit und der Kinderreitsport ist seit nun über einem Jahr zum Erliegen gekommen.

Es stellt sich die Frage wie wir unseren Nachwuchs weiterhin motivieren können, bei diesen Perspektiven, bei denen nahezu jegliche Betreuung oder Schulung immer noch nicht möglich ist. Meine Befürchtung ist, dass viele unseren Youngster verloren gehen oder aber bereits ihr Hobby aufgegeben haben. Darum gilt es für uns alle, jede Chance zu nutzen die Kinder aus dem eigenen Umfeld zu unterstützen und zu fördern, wo es nur geht. Sie sind unsere Zukunft.

Langsam nimmt das neue Jahr Fahrt auf – und auch die ersten Events sind endlich in Sichtweite! Auch wenn diese nach wie vor mit einem Fragezeichen versehen sind wegen der Corona-Pandemie. Wir hoffen dennoch das Beste und haben unter anderem zwei Late Entry Turniere in Wickrath geplant. Außerdem ist die Nachkörung fest terminiert und unsere Online-Hengstschau steht in den Startlöchern. Auch zum Thema Fohlenauktion gibt es Neuigkeiten: Wir haben für dieses Jahr gleich zwei Fohlenauktionen im Programm!

Der Start in das neue Jahr hat leider für uns alle noch keine Besserung in der Corona Pandemie gebracht. Es gilt weiterhin, pragmatisch mit all den gestellten Aufgaben des täglichen Lebens umzugehen. Für das Pferdezentrum Wickrath und das Rheinische Pferdestammbuch heißt das weiterhin, ohne Veranstaltungen zu planen – und zwar so lange, bis die Inzidenzzahlen von Mönchengladbach wieder in einen Bereich kommen, der die Durchführung von Events möglich macht. Wann genau dieser Zeitpunkt erreicht sein wird, kann ich Ihnen leider nicht sagen. Und genau deshalb haben wir bisher noch keine festen Termine für 2021 bekannt gegeben.

Das Jahr rückt mit großen Schritten dem Ende entgegen. Wenn Sie diese Ausgabe – offiziell die erste des Jahres 2021 – in den Händen halten, steht das Weihnachtsfest direkt vor der Tür. Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Zeit mit Ihren Liebsten – und für das neue Jahr alles Gute in Haus und Stall!

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