Wickrather Woche- ein Highlight jagte das Nächste
Die diesjährige Wickrather Woche fand erstmals in einem neuen Format statt. Erstmals wurden Sport und Zucht in einer gemeinsamen Veranstaltung integriert und zeitgleich durchgeführt.
Das neue Konzept stieß bei den Besucherinnen und Besuchern auf große Zustimmung. Es bot die Möglichkeit, auch Einblicke in jeweils andere Interessensbereiche zu gewinnen und förderte den Austausch zwischen Sport- und Zuchtbegeisterten.
Dieses Format zeigt, dass es zukunftsweisend ist, Zucht und Sport stärker miteinander zu verbinden. Beide Bereiche sind eng voneinander abhängig und profitieren von einer engen Zusammenarbeit. Um die gemeinsame Zukunft nachhaltig zu gestalten, sollten Zucht und Sport noch stärker in Symbiose miteinander agieren.
Sichtungen zum Bundeschampionat
Der Startschuss fiel am Mittwoch mit den Qualifikationsprüfungen für das diesjährige Bundeschampionat. Zunächst hatten die drei- und vierjährigen Pferde und Ponys die Gelegenheit, sich den Richtern zu präsentieren und ihr Können unter dem Sattel unter Beweis zu stellen.
Die dreijährigen Ponys und Warmblüter wurden von ihren Reiterinnen und Reitern in einer Reitpferdeprüfung vorgestellt. Auch die vierjährigen Reitponys traten in einer Reitpferdeprüfung an.
Erstmals wurden die vierjährigen Warmblüter – angelehnt an die Neuerungen des Bundeschampionats – im Rahmen einer Dressurpferdeprüfung der Klasse A präsentiert. Mit dieser Anpassung wurde das Prüfungsformat an die aktuellen Vorgaben des Bundeschampionats angepasst. Ob diese Anpassung tatsächlich ein Schritt in die richtige Richtung ist, wird die Zukunft zeigen. Sowohl Reiterinnen und Reiter als auch Ausbilder und Besucher vertreten hierzu unterschiedliche Auffassungen. Während die einen die stärkere Orientierung am Bundeschampionat und die frühzeitige Vorbereitung der jungen Pferde begrüßen, sehen andere die Änderungen kritisch. Wie sich das neue Prüfungsformat langfristig bewährt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

Bild: Sieger der 3 jährigen deutschen Reitponys „Mr. Bunt EST“ Foto: Leoni Ertmer
Bei den dreijährigen Reitponys konnte der gekörte „Mr. Bunt EST“ unter seiner Reiterin Laura-Patricia Muncz die Prüfung für sich entscheiden. Mit einer Gesamtnote von 8,6 und Teilnoten, die durchweg mit 8,5 oder besser bewertet wurden, setzte sich der Sohn von FS Mr. Right aus einer FS Numero Uno-Mutter an die Spitze des Teilnehmerfeldes.
Dicht dahinter platzierte sich der dreijährige „Generation M“, ein Sohn des Gipfelstürmer, unter seiner Reiterin Michele Schulmerig mit einer Gesamtnote von 8,5.
Ebenfalls zu überzeugen wusste „Dashing little Gentleman AT“ unter Jaqueline Schurf. Der Sohn von Dating AT erhielt eine Gesamtnote von 8,4 und sicherte sich damit den dritten Rang.

Bild: Siegerin der 4 jährigen deutschen Reitponys „Assenmachers Cover Girl“ Foto: Leoni Ertmer
Bei den vierjährigen Reitponys konnte die Can Dance-Tochter „Assenmachers Cover Girl“ unter dem Sattel ihrer Ausbilderin Sarah Lena Tolles überzeugen. Das Paar sicherte sich mit einer Gesamtnote von 8,1 den Sieg in der Prüfung.
Den zweiten Platz belegte „Golden Hunter LR“, ein Sohn des Golden West aus einer FS Don't Worry-Mutter, unter Jaqueline Baartz. Das Paar erreichte eine Gesamtnote von 8,0.
Auf dem dritten Rang folgte die FS Next Diamond-Tochter „Assenmachers Nachtzauber“ unter Hannah Richter, die ebenfalls mit einer harmonischen Vorstellung zu überzeugen wusste.
Nach den Reitponys wurde es für die Warmblüter ernst. In der Reitpferdeprüfung der dreijährigen Warmblüter konnte das ehemalige Auktionsfohlen „Bonnamilla“ von Bon Courage aus einer Escamillo-Mutter unter ihrer Reiterin Franka Mertens überzeugen. Mit einem ausdrucksstarken und harmonischen Auftritt sicherte sich das Paar eine Gesamtnote von 8,3 und damit den Sieg in der Prüfung.

Bild: Siegerin der 3 jährigen Reitpferde „Bonnamilla“ Foto: Leoni Ertmer
Den zweiten Platz belegte Lisa Lindner mit dem dreijährigen „Et vou te“, einem Nachkommen von Escanto PS, der mit einer Gesamtnote von 8,2 bewertet wurde.
Auf dem dritten Rang folgte „Elvis Presley“, ein Sohn von Erbe aus einer Fürst Romancier-Mutter. Gemeinsam mit seiner Reiterin Carolin Förster präsentierte sich der Dreijährige ebenfalls ansprechend und komplettierte das Siegertrio.
Wie eingangs beschrieben, mussten sich die vierjährigen Warmblüter erstmals im Rahmen einer Dressurpferdeprüfung der Klasse A für eine Nominierung zum Bundeschampionat empfehlen. Damit stellten sie sich einer höheren Prüfungsanforderung als in den Vorjahren.

Bild: Siegerin der 4 Jährigen Reitpferde „Rickhofs Raya“ Foto: Leoni Ertmer
Besonders überzeugen konnte „Rickhofs Raya“, eine Tochter des Revolution aus einer Morricone-Mutter. Unter dem Sattel von Timo Kolbe präsentierte sie sich souverän und ausdrucksstark und erhielt von den Richtern die Wertnote 8,42, die den Sieg in dieser Prüfung bedeutete.
Den zweiten Platz belegte die Siegerstute der Wickrather Woche aus dem Vorjahr, „Freya P“, unter ihrer Reiterin Julia Ralinofsky. Für ihre gelungene Vorstellung wurde das Paar mit der Wertnote 8,40 belohnt.
Auf dem dritten Rang folgte „Dacapo“, ein Sohn des Dimaggio Black, unter dem Sattel von Pia Hesse-Wischerath. Auch dieses Paar wusste mit einer harmonischen Vorstellung zu überzeugen und komplettierte das Spitzenfeld der Prüfung.
Im Anschluss an die Nominierungsprüfungen der drei- und vierjährigen Pferde bot Wickrath auch den fünf-, sechs- und siebenjährigen Nachwuchspferden die Möglichkeit, sich in den jeweiligen Qualifikationsprüfungen für das Bundeschampionat zu empfehlen. In altersgerechten Dressurpferdeprüfungen stellten sich zahlreiche talentierte Pferde der Konkurrenz und kämpften um die begehrten Qualifikationen für das Bundeschampionat. Damit setzte sich der sportliche Teil des ersten Veranstaltungstages auf hohem Niveau fort und unterstrich einmal mehr die Bedeutung der Wickrather Woche als wichtige Station im Turnierkalender für junge Dressurpferde.
Zentrale Stuteneintragung der Warmblutstuten
Nach einem erfolgreichen ersten Veranstaltungstag, der ganz im Zeichen der Nachwuchssportler stand, wurde es am Donnerstagvormittag erstmals für den Bereich Zucht spannend. Auf dem Programm stand die Zentrale Stuteneintragung der Warmblutstuten in das Stutbuch des Hannoveraner Verbandes.
Rund 40 drei- und vierjährige Stuten stellten sich der Bewertungskommission und präsentierten sich in den verschiedenen Beurteilungsabschnitten. Erstmals gehörte in Wickrath auch das Freilaufen zum festen Bestandteil der Stuteneintragung. Dadurch konnten die Bewegungsabläufe der Stuten noch umfassender beurteilt und die einzelnen Merkmale differenzierter bewertet werden. Die zusätzliche Präsentationsmöglichkeit trug dazu bei, jeder Stute individueller gerecht zu werden und ihre jeweiligen Stärken besser herauszuarbeiten.
Die Neuerung stieß bei Züchtern, Ausstellern und Zuschauern gleichermaßen auf positive Resonanz. Das erweiterte Bewertungskonzept wurde als sinnvolle Ergänzung wahrgenommen und bot den unterschiedlichsten Stuten eine weitere Möglichkeit, sich optimal zu präsentieren.
Als beste springbetont gezogene Stute wurde an diesem Tag die vierjährige „Cayenne K.C.“, eine Tochter des Conthargos, ausgezeichnet. Die Stute stammt aus der Zucht und steht im Besitz von Frau Dr. Kornelia Crudup.

Bild: Beste Springstute der zentralen Stuteneintragung „Cayenne K.C.“ Bild: Leoni Ertmer
Bereits in dieser Saison konnte „Cayenne K.C.“ erste Erfolge unter dem Sattel in Springpferdeprüfungen erzielen und stellte damit eindrucksvoll unter Beweis, dass sie neben ihrer züchterischen Qualität auch über großes sportliches Potenzial verfügt. Mit ihrer modernen Aufmachung, ihrer Vermögensanlage und ihrer Leistungsbereitschaft vereint sie viele Eigenschaften, die ein zukunftsorientiertes Springpferd auszeichnen.
Über eine herausragende Qualität und ein besonders hohes Niveau konnten sich die Kommission sowie die Besucher bei den dressurbetont gezogenen Warmblutstuten freuen. Die Qualität des vorgestellten Stutenmaterials war derart überzeugend, dass sich gleich 14 Stuten für den besonderen Endring qualifizieren konnten.
Diese hohe Anzahl an Finalistinnen spiegelte eindrucksvoll die Qualität und Vielfalt des Jahrgangs wider. Die vorgestellten Stuten überzeugten mit ihren Bewegungsqualitäten, ihrer Ausstrahlung und ihrer züchterischen Perspektive – ein deutliches Zeichen für die hervorragende Arbeit der Züchter und die positive Entwicklung des Nachwuchses.
Zur zweiten Reservesiegerstute wurde eine Tochter des Bloomberg aus einer Asca x Corrado I-Mutter gekürt. Die Stute „FS Ballentine“ stammt aus der Zucht und steht im Besitz der Hengststation Stücker aus Weeze. Zur ersten Reservesiegerin wurde die dreijährige „Escalita“ gekürt. Die Tochter des Escanto PS aus einer Damon Hill-Mutter stammt aus der Zucht und steht im Besitz von Tobias Schult aus Hünxe.

Bild: Reservesiegerstute „Escalita“ von Escanto PS von Tobias Schult

Bild: Zweite Reservesiegerstute „FS Ballentine“ von Bloomberg aus der Zucht und in Besitz der Hengststation Stücker
Beide Fotos von: Leoni Ertmer
Mit diesen beiden herausragenden Stuten präsentierte sich zwei besondere Vertreterinnen eines qualitätsvollen Jahrgangs. Beide Stuten lassen aufgrund ihrer hervorragenden Qualität und ihrer besonderen Eigenschaften eine vielversprechende Zukunft erwarten. Den Züchtern und Besitzern wünschen wir für den weiteren Weg mit diesen Ausnahmepferden viel Erfolg und alles Gute.
Übertroffen wurden die beiden Reservesiegerinnen schließlich nur von einer Stute: der diesjährigen Siegerstute „Be my Ballerina P“. Die Tochter des Be My Dancer stammt aus der Zucht und steht im Besitz von Heinz-Walter Pferdmenges aus Jüchen.

Bild: Siegerstute 2026 „Be my Ballerina P“ aus der Zucht und in Besitz von Heinz-Walter Pferdmenges aus Jüchen Bild: Leoni Ertmer
Mit ihrer hervorragenden Gesamtqualität ließ sie während der gesamten Präsentation keine Wünsche offen und setzte sich verdient an die Spitze eines außergewöhnlich ausdrucksstarken und qualitativ hochklassigen Jahrgangs. Die Siegerstute überzeugte die Bewertungskommission mit ihrer Typausprägung, ihren Bewegungsqualitäten und ihrer gesamten Ausstrahlung.
Mit diesem Erfolg tritt „Be my Ballerina P“ in die Fußstapfen ihrer Mutter „Flora“. Bereits im Jahr 2019 wusste diese die Kommission auf ganzer Linie zu überzeugen und krönte ihre Karriere später mit dem Sieg bei der Von-der-Decken-Schau in Verden. Damit setzt sich die Erfolgsgeschichte dieser Stutenfamilie eindrucksvoll fort. Zu diesem außergewöhnlichen Erfolg möchten wir der Familie Pferdmenges von Herzen gratulieren. Dieser Erfolg ist das Ergebnis jahrelanger engagierter Zuchtarbeit, großer Leidenschaft und eines starken familiären Zusammenhalts. Jedes Familienmitglied trägt seinen Teil dazu bei und leistet einen wichtigen Beitrag zu diesem besonderen Erfolg. Für den weiteren züchterischen und sportlichen Weg wünschen wir der Familie Pferdmenges weiterhin viel Erfolg und alles Gute.
Neben dem abwechslungsreichen Zuchtprogramm wurde den Besucherinnen und Besuchern auch sportlich wieder Reitsport auf höchstem Niveau geboten. Während auf den Zuchtplätzen die besten Nachwuchsstuten präsentiert wurden, sorgten die Dressurprüfungen parallel für spannende sportliche Entscheidungen. Bei bestem Sommerwetter und vor der einzigartigen Kulisse von Schloss Wickrath konnten sich die Besucherinnen und Besucher an einem abwechslungsreichen Programm erfreuen.
Schloss Wickrath Fohlenchampionat
Der Freitag stand zunächst ganz im Zeichen der jüngsten Nachwuchshoffnungen. Mit dem traditionellen Fohlenchampionat, das seit vielen Jahren fester Bestandteil der Wickrather Woche ist, begeistert die Veranstaltung Jahr für Jahr Züchter, Pferdefreunde und zahlreiche Besucher.
Die Präsentation der Fohlen zählt zu den besonderen Höhepunkten des Zuchtprogramms. Sie bietet den Züchtern die Gelegenheit, ihre jüngsten Nachwuchspferde einem fachkundigen Publikum vorzustellen und einen ersten Eindruck von deren Qualität und Perspektive zu vermitteln. Gleichzeitig erfreut sich das Fohlenchampionat aufgrund seiner besonderen Atmosphäre und der beeindruckenden Vielfalt der vorgestellten Fohlen großer Beliebtheit bei den Besucherinnen und Besuchern.
Mit rund 50 Fohlen der Rassen der Abteilung B sowie 25 Warmblutfohlen verzeichnete das Fohlenchampionat auch in diesem Jahr ein starkes Teilnehmerfeld. Die große Resonanz unterstrich einmal mehr die hohe Bedeutung der Wickrather Woche als Präsentationsplattform für die Pferdezucht.
Die Bewertung der Fohlen erfolgte unmittelbar im Anschluss an ihre Präsentation und wurde von den drei Richtern offen erläutert. Dadurch konnten Züchter, Aussteller und Besucher die vergebenen Noten sowie die fachlichen Begründungen direkt nachvollziehen.
Dieses offene Championatsformat sorgt Jahr für Jahr für große Spannung und macht die Entscheidungen der Richter transparent und verständlich. Gerade diese unmittelbare Bewertung und der direkte Austausch mit dem Publikum machen das Fohlenchampionat zu einem besonderen Höhepunkt der Wickrather Woche und zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders.
Die Richterkommission setzte sich in diesem Jahr aus drei erfahrenen Fachleuten der Pferdezucht zusammen. Christian Koller, langjähriger Gestüter und Mitarbeiter des NRW Landgestüts, Joachim Hufenstuhl, Leiter und Seniorchef des Gestüts Hufenstuhl in Lindlar, sowie Christoph Frahm, Führungskraft der Hengststation Schlamminger, brachten ihre langjährige Erfahrung und ihr umfassendes Fachwissen in die Beurteilung der Fohlen ein. Mit ihrer Expertise sorgten sie für eine fundierte und transparente Bewertung der vorgestellten Nachwuchspferde und lieferten den Züchtern wertvolle Hinweise zur Qualität und Entwicklung ihrer Fohlen. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen drei Richtern nochmals herzlich für ihren engagierten Einsatz bedanken.
Die folgenden Fohlen konnten sich in ihren jeweiligen Ringen durchsetzen und die Konkurrenz hinter sich lassen:

Bild: Siegerfohlen Sektion Shetland- „Arielle“ v. Aber Hallo x Moses van Dyck aus der Zucht von Heiner Priessen aus Kempen Bild: Leoni Ertmer

Bild: Siegerfohlen Ring gemischter Rassen- „B-Brave´s Lila Lucky“ v. Three-B Tailor x Three-B Mac Cloud aus der Zucht der Familie Baehren, Selfkant Bild: Leoni Ertmer

Bild: Siegerfohlen Fjord- „Svantje A&G“ v. Silvio Skjöldson x Mastrup Romeo aus der Zucht der ZG A&G Altmeier, Mechernich Bild: Leoni Ertmer

Bild: Siegerfohlen Haflinger- „Wednesday“ v. Winterball x Sternstunde aus der Zucht von Regina Moritz aus Duisburg Bild: Leoni Ertmer

Bild: Siegerfohlen Reitpony Springbetont v. Pinocchio Junior x Rocket d´Alpen aus der Zucht von Jörg Zahn aus Alpen Bild: Leoni Ertmer

Bild: Siegerfohlen Reitpony Springbetont- „Pinocchios Peppa“ v. Pinocchio Junior x Martini aus der Zucht von Henning Barten aus Rheinberg Bild: Leoni Ertmer

Bild: Siegerfohlen Deutsches Reitpony Dressur Stuten v. FS Mr. Right x Sorento aus der Zucht von Wim Egelmeers aus den Niederlanden Bild: Leoni Ertmer

Bild: Siegerfohlen Deutsche Reitponys Dressur Hengste- „V Power Next Highlight“ v. Next Champion MR x Cassanova du Bois aus der Zucht von D.J. Leeuwis aus den Niederlanden Bild: Leoni Ertmer

Bild: Siegerfohlen Warmblut Springen- „Diacallina TT“ v. Diablue PS x Cassiano aus der Zucht der ZG Trogemann & Theunissen aus Wipperfürth Bild: Leoni Ertmer

Bild: Siegerfohlen Warmblut Dressur Stuten- „Et Voilá Epona“ v. Escaneno x Chagall aus der Zucht der ZG Dowe aus Solingen Bild: Leoni Ertmer

Bild: Siegerfohlen Warmblut Dressur Hengste- „Livius“ v. Lindenberg x Feedback aus der Zucht der ZG Verhoeven aus Emmerich Bild: Leoni Ertmer
Neben dem Titel des Championatssiegers und der begehrten Siegerschärpe durften sich die erfolgreichen Züchter und Besitzer über zahlreiche hochwertige Ehrenpreise freuen. Dazu zählten unter anderem attraktive Sachpreise sowie renommierte Deckgeldgutscheine, die den besonderen Stellenwert des Fohlenchampionats im Rahmen der Wickrather Woche eindrucksvoll unterstreichen. Hier geht ein riesiger Dank an unsere Zahlreichen Unterstützer, ohne die die gesamte Wickrather Woche nicht zu stemmen wäre.
NRW-Kaltbluttag 2026
Zeitgleich mit den letzten Präsentationen des Fohlenchampionats auf dem Außenring begann in der Veranstaltungshalle bereits der NRW-Kaltbluttag. Mit dem Freilaufen der ersten Stuten wurde der Auftakt für das traditionsreiche Zuchtprogramm der Kaltblüter eingeläutet. Eine feine Kollektion von Kaltblutstuten wurde zunächst von der Bewertungskommission im Freilaufen genau unter die Lupe genommen. Die Kommission wurde dabei von der westfälischen Zuchtleiterin Frau Tosberg sowie dem rheinischen Zuchtleiter Herrn Thoenes angeführt. Die vorgestellten Stuten konnten sich in diesem ersten Bewertungsabschnitt frei präsentieren und ihre Bewegungsqualität, ihr Exterieur sowie ihre züchterische Qualität unter Beweis stellen.
Anschließend rückten zunächst die Kaltblutfohlen in den Mittelpunkt des Geschehens. Bei den Hengstfohlen konnte sich das Fohlen von Opalius aus der ZG Meyer zu Hücker an die Spitze des Teilnehmerfeldes setzen und den Sieg für sich entscheiden.

Bild: Sieger Hengstfohlen NRW- Kaltbluttag 2026 Foto: Leoni Ertmer
Bei den Stutfohlen ging der Sieg an das bereits mit der Goldmedaille prämierte rheinische Fohlen Uske vom Birtherhof von Uran aus der Zucht von Karl-Hermann Gieseler aus Essen. Mit seiner Qualität und seinem überzeugenden Auftritt konnte es die Kommission erneut für sich begeistern und sich den Championatstitel sichern.

Bild: Sieger Stutfohlen NRW-Kaltbluttag 2026 Foto: Leoni Ertmer
Im Anschluss an dieses Highlight wurde es für die Stuten noch einmal spannend. Zum Abschluss präsentierten sich alle Kaltblutstuten ein weiteres Mal der Bewertungskommission auf der Dreiecksbahn und stellten dort ihre Qualitäten in den Bereichen Exterieur, Bewegung und Gesamteindruck unter Beweis.
Bei den vierjährigen Stuten konnte sich die Clarant II-Tochter „Coco“an die Spitze des Teilnehmerfeldes setzen und den Titel der Siegerstute für sich gewinnen. Die Stute stammt aus der Zucht und dem Besitz der ZG Winkelmann.

Bild: NRW Siegerstute der 4 jährigen Stuten Foto: Leoni Ertmer
Für den Endring der dreijährigen Stuten konnten sich gleich drei Stuten qualifizieren und damit die besondere Qualität des vorgestellten Jahrgangs unter Beweis stellen. Im Finale präsentierten sich die besten Vertreterinnen noch einmal der Bewertungskommission.
Den Titel der NRW-Siegerstute konnte sich schließlich die Stute „Face“von Fabio x Emilio der Zuchtstätte ZG Biegel aus Harsewikel sichern und damit den Höhepunkt des Kaltbluttages erfolgreich abschließen.

Bild: NRW Siegerstute der 3 jährigen Stuten Foto: Leoni Ertmer
Bei der Stutbuchaufnahme der Rasse Schwarzwälder Kaltblut wurde die Stute Wendy von Wälderprinz aus der Zucht von Anja Deppenmeier ausgezeichnet.
16. Schloss Wickrath Fohlenauktion
Der Samstag stand wieder ganz im Zeichen des gehobenen Dressursports. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen den Weg nach Wickrath auf sich, um in Dressurprüfungen bis hin zum Grand Prix auf Drei-Sterne-Niveau an den Start zu gehen.
Mit dabei war auch keine Geringere als unsere Dressurkönigin und eine der erfolgreichsten Dressurreiterinnen aller Zeiten: Isabell Werth. Ihr Start sorgte für ein besonderes Highlight und unterstrich einmal mehr die sportliche Bedeutung der Wickrather Woche.
Doch sie sollte nicht das einzige Highlight dieses Tages bleiben. Im Anschluss an den hochkarätigen Dressursport wechselten zahlreiche Fohlen im Rahmen eines Auktionsformats in neue Besitzerhände.
Mit der Schloss Wickrath Hybridauktion im Rahmen der Wickrather Woche fand bereits die zweite Fohlenauktion des Jahres statt. Trotz der aktuell herausfordernden Marktsituation konnte ein hervorragendes Ergebnis erzielt werden.
Für den Spitzenpreis sorgte der überragende „Vjentos“, ein Sohn des Vjento aus einer Quaterback x Ravallo-Mutter. Das bewegungsstarke und qualitätsvolle Fohlen wechselte für 35.000 Euro in neue Besitzerhände und stellte damit das Höchstgebot der Auktion. Erneut sorgte dabei der traditionsreiche Stamm der „Reinen Freude“ für Aufsehen. In Kombination mit Vjento und ausgestellt durch die Schult Horses GmbH konnte dieses Fohlen die Interessenten überzeugen und für einen weiteren Höhepunkt der Auktion sorgen.

Bild: Auktionsspitze „Vjentos“ von Vjento x Quaterback Foto: Leoni Ertmer
Teuerstes Stutfohlen der Auktion wurde die Lotnummer 3 „Ruby Royale“. Das qualitätsvolle Nachwuchspferd wechselte für 16.000 Euro in neue Besitzerhände.
Besonders erfreulich war, dass sowohl der Spitzenreiter der Auktion als auch das teuerste Stutfohlen in fördernde Hände innerhalb Nordrhein-Westfalens wechselten. Damit besteht die berechtigte Hoffnung, dass diese beiden Nachwuchspferde uns in Zukunft noch viele besondere Momente bereiten werden.
Auch im Bereich der Reitponys konnte ein herausragendes Ergebnis erzielt werden. Das teuerste Ponyfohlen der Auktion war „Karat WS“, ein Sohn des Komet aus der Zucht von Wolfgang Schmitz. Der Hengstanwärter überzeugte mit seiner besonderen Bewegungsgüte und wechselte für 8.000 Euro in fördernde Hände eines engagierten Hengsthalters.
Sie hatten dieses Mal beim Bieten kein Glück und sind leer ausgegangen? Kein Problem – bereits vom 11. bis 14. August erwartet Sie die nächste Kollektion im Rahmen einer Online-Auktion über ClipMyHorse.
Auch diese Auktion bietet wieder eine vielseitige Auswahl an qualitätsvollen Nachwuchspferden. Neben Warmblutfohlen und Reitponys werden den Interessenten auch Fohlen verschiedener Spezialrassen angeboten. Damit bleibt die Plattform eine attraktive Möglichkeit für Züchter und Käufer, vielversprechende Nachwuchspferde zu entdecken und neue Besitzer zusammenzuführen.
Zentrale Stuteneintragung der Abteilung B
Ein Highlight jagte das nächste während der Wickrather Woche, und so stand auch der begehrten Titel der Staatsprämienstute zu erlangen und damit eine besondere züchterische Auszeichnung zu erhalten.
Folgende Stuten konnten sich in ihren jeweiligen Ringen als Siegerinnen behaupten und zusätzlich den begehrten Titel der Staatsprämienstute erringen:
Sonntag noch einmal ganz im Zeichen besonderer züchterischer Höhepunkte.
Die zentrale Stuteneintragung aller Rassen der Abteilung B ist jedes Jahr ein fester Bestandteil und ein besonderes Highlight im Zuchtkalender. Hier treffen die besten Kandidatinnen der verschiedenen Rassen aufeinander und stellen sich der Bewertungskommission, um diese von ihrer Qualität zu überzeugen.
Im Mittelpunkt steht dabei zum einen die Eintragung in das jeweilige Stutbuch der einzelnen Rassen. Zum anderen haben die besten Stuten die Möglichkeit, zusätzlich den begehrten Titel der Staatsprämienstute zu erlangen und damit eine besondere züchterische Auszeichnung zu erhalten.
Folgende Stuten konnten sich in ihren jeweiligen Ringen als Siegerinnen behaupten und zusätzlich den begehrten Titel der Staatsprämienstute erringen:

Bild: Siegerstute Sektion Shetland- „Raya v. Stal Morrison“ in Besitz von Stefanie Schmidt Foto: Leoni Ertmer

Bild: Siegerstute Ring gemischter Rassen- „Sommerpolders Malou“ in Besitz von Ewald Bröking Foto: Leoni Ertmer

Bild: Siegerstute Fjordpferde- „Trollgardens Venia“ in Besitz von Heidi Körner Foto: Leoni Ertmer

Bild: Siegerstute Haflinger- „Wita“ aus der Zucht von ZG Hackländer Foto: Leoni Ertmer

Bild: Siegerstute Ring gemischter Rassen- „Vaiana Houbi Barbe“ aus der Zucht von Isabella Kerschbaumer Foto: Leoni Ertmer
Einen ganz besonderen Moment wollte das Rheinische Pferdestammbuch ebenfalls einem ganz besonderen Pony widmen. So wurde anlässlich der Wickrather Woche ein Vertreter der „ganz Kleinen“ eingeladen, um ihn für seine außergewöhnlichen Leistungen gebührend zu würdigen.
„Mondfleck“, ein Vertreter der Shetlandponys, mag zwar körperlich zu den kleinsten Teilnehmern gehören, kann auf seinem Erfolgskonto jedoch bereits ganz große Erfolge vorweisen. Das vielseitige Pony ist sowohl einspännig als auch zwei- und vierspännig vor der Kutsche erfolgreich unterwegs – und das sogar bis in die schwere Klasse.
Mit seinen beeindruckenden Leistungen zeigt „Mondfleck“ eindrucksvoll, dass Größe nicht allein von der Körpergröße abhängt, sondern vor allem von Können, Charakter und Leistungsbereitschaft bestimmt wird.

Bild: „Mondfleck“ wird wegen besonderer Leistung anlässlich der Wickrather Woche ausgezeichnet Foto: Leoni Ertmer
In der Sektion der Deutschen Reitponys dürfen wir uns jedes Jahr über ein besonders starkes Teilnehmerfeld freuen. Auch in diesem Jahr stellten sich zahlreiche qualitätsvolle Stuten der Bewertungskommission. Von den rund 40 vorgestellten Stuten konnten sich insgesamt die besten zehn Stuten für den Endring qualifizieren. Aufgrund ihrer herausragenden Eigenschaften und der gezeigten Leistungen erhielten alle Endringstuten zusätzlich das begehrte Prädikat Staatsprämienstute.

Bild: Zweite Reservesiegerstute- „Dancing Queen“ v. Danicing Snowflake aus dem Besitz von Bettina Egge Foto: Leoni Ertmer

Bild: Erste Reservesiegerstute- „Damengold AT“ v. Dreidimensional AT aus der Zucht und in Besitz von Adolf-Theo Schurf Foto: Leoni Ertmer


Bild: Siegerstute „FS Next Starlight“ v. FS Next Diamond aus der Zucht von Christiane Wilbers Foto: Leoni Ertmer
Als Anerkennung für die hervorragende züchterische Leistung dieser besonderen Siegerstute wurde Josef Wilbers als Vertreter der Zuchtstätte Ferienhof Stücker die Medaille der Landwirtschaftskammer NRW in gold übergeben.
Allen Züchterinnen und Züchtern wünschen wir mit ihren neu eingetragenen Stuten weiterhin viel Erfolg und Freude. Wir freuen uns darauf, diese besonderen Pferde in Zukunft sowohl im sportlichen Einsatz unter dem Sattel als auch mit ihren eigenen Fohlen bei Fuß wiedersehen und bewundern zu dürfen.





